Hedwig Bollhagen
Gesellschaft e.V.

„Kunst? Ach Gott, manche nennen es so. Ich mache Teller, Tassen und Kannen.“ (Hedwig Bollhagen)

 

1907
Geboren am 10.11. Hannover,  Abschluss des Lyzeums 1924

1925
Gaststudium in der Bildhauerklasse von Prof. A. Vocke an der Staatlichen Kunstakademie in Kassel

1925 - 1927
Ausbildung  an der Staatlichen Keramischen Fachschule in Höhr bei Koblenz bei Eduard Berdel und Hermann Bollenbach, Volontariate 1925 in der Fürst Adolf-Werkstätte in Bückeburg und 1926 in der Hamelner Töpferwerkstatt von Gertrud Kraut

1927 - 1931
1927 Hedwig Bollhagen wird Leiterin der Malabteilung und Entwerferin bei den von Dr. Hermann Harkort geleiteten Steingutfabriken Velten-Vordamm, Werk Velten (bis Ende März 1931)

1931 - 1932
Mitarbeit in der Staatlichen Majolikamanufaktur Karlsruhe, ab Oktober in den Rosenthal-Betrieben in Neustadt bei Coburg, Mitarbeit in der Werkstatt Wilhelm Kagel, Garmisch-Partenkirchen (bis April 1932)

1932 - 1933
Hedwig Bollhagen arbeitet von Juli 1932 bis Februar 1933 in der Verkaufsausstellung „Kunst und Handwerk“ von Tilly Prill-Schloemann und Bruno Paul in Berlin, ab April bis Oktober Leiterin der Glasur- und Malereiabteilung der Fa. Kalscheuer &Co in Frechen, Wohnung in Köln, ab Herbst Kaufverhandlungen über die "
Haël-Werkstätten für künstlerische Keramik“ in Marwitz durch Dr. Heinrich Schild

1934
Am 26. April Kaufvertragsabschluß zwischen Dr. Heinrich Schild und Margarete Heymann-Loebenstein über Grundstück mit Gebäude und Inventar, im Mai Gründung der „HB-Werkstätten für Keramik“ in Marwitz, Hedwig Bollhagen entwirft Service für die Produktion in Marwitz, im Herbst erste Teilnahme der HB-Werkstätten an der Grassimesse in Leipzig

1938
Gesellenprüfung in Velten, 1939 Meisterprüfung in Berlin

1946 - 1972
Alleinige Weiterführung der HB-Werkstätten nach dem Ausscheiden Dr. Heinrich Schilds

1972
Verstaatlichung der HB-Werkstätten für Keramik, Anschluss an den VEB Rheinsberg als Betriebsteil „Werkstatt für Keramik Marwitz“

1976
Übernahme durch den „Staatlichen Kunsthandel der DDR“

1981/82
Abgabe der Werkstattleitung, weiterhin künstlerische Leitung

1990
Übernahme der HB-Werkstätten  durch die aus dem staatlichen Kunsthandel der DDR hervorgegangene „Art Union GmbH“ unter Trägerschaft der staatlichen „Treuhandanstalt“

1992
Reprivatisierung und Neugründung der „HB-Werkstätten für Keramik GmbH“, Hedwig Bollhagen übernimmt die künstlerische Leitung

2001
Hedwig Bollhagen stirbt am 8.6. in ihrem Haus in Marwitz.



Ehrungen und Auszeichnungen

1937 Goldmedaille Weltausstellung in Paris
1938 Bronzemedaille Internationale Handwerksausstellung Berlin
1949 Goethe-Preis der Stadt Berlin
1957 Goldmedaille Handwerksmesse München
1958 Ehrenurkunde der Weltausstellung Brüssel
1962 Goldmedaille Internationale Keramikausstellung in Prag
1964 Verdienstmedaille der DDR, Berlin
1966 Theodor-Fontane-Preis für Kunst und Literatur des Bezirks Potsdam
1966-77 Leipziger Messe, 11 Auszeichnungen „Gute Form“
1982 Ehrenmitglied des Verbandes Bildender Künstler (VBK) der DDR
1985 Vaterländischer Verdienstorden in Gold
1988 Nationalpreis III. Klasse für Kunst und Literatur
1991 Ehrenausstellung auf der Antiqua in Berlin
1992 Kulturpreis des Landkreises Oranienburg
1996 Verdienstorden des Landes Berlin
1997 Verdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland


 

 Ausstellungen

1926-27
Ausstellung „Alte und neue Keramik“ in der Neuen Sammlung in München

1927
Ausstellung „Meister- und Schülerarbeiten aus keramischen Lehr- und Versuchswerkstätten“ in den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin, veranstaltet von der Deutschen Keramischen Gesellschaft

1928
Ausstellung „Hundert Jahre Veltener Töpferkunst“ im Keramischen Ortsmuseum in Velten

1936
Ausstellung „Deutsche Kunst und deutsches Kunstgewerbe der Gegenwart“ in Belgrad, Sofia, Athen, Ankara; Reichsgartenschau in Dresden

1937
Weltausstellung in Paris (Goldmedaille)

1938
Gartenbauaustellung „Gruga“ in Essen (mit Charles Crodel); „Internationale Handwerkausstellung“ in Berlin (Bronzemedaille)

1943
Ausstellungen „Deutsches Kunsthandwerk“ und „Deutsche Wertarbeit“ in der Kunsthalle in Bern und im Kunstgewerbemuseum in Zürich (u.a. mit Jan Bontjes van Beek, Otto Douglas-Hill, Stefan Erdös, Karl Hentschel, Otto Lindig)

1957
Einzelausstellung im Institut für angewandte Kunst in Berlin; Deutsche Handwerksmesse München (Goldmedaille / Bayerischer Staatspreis „für hervorragende handwerkliche Erzeugnisse“

1958
Weltausstellung in Brüssel (Ehrenurkunde)

1962
Ausstellung „Exposition internationale de la céramique contemporaine Praha 62“ in Prag (Goldmedaille)

1962/63
„Fünfte Deutsche Kunstausstellung“ in Dresden

1964
Internationaler Wettbewerb „XXI Concorso internazionale della ceramica d‘arte“ in Faenza (Diplom)

1966
„3. Ausstellung Kunsthandwerk der DDR“ bei der „iga“ in Erfurt (Anerkennung im Wettbewerb Gartenkeramik)

1970
Ausstellung „Hedwig Bollhagen - Charles Crodel - Heidi Manthey. Keramik“ in der Orangerie/Neuer Garten in Potsdam-Sanssouci

1977/78
Einzelausstellung „Hedwig Bollhagen. Keramik aus fünf Jahrzehnten“ im Ausstellungspavillon der Freundschaftsinsel in Potsdam und im Kunstgewerbemuseum / Schloss Köpenick in Berlin

1983
„Kollektiv-Ausstellung 9: Hedwig Bollhagen - Heidi Manthey - Frauke Gerhardt. Keramik“ in der Studio-Galerie des staatlichen Kunsthandels der DDR in Berlin

1987
Ausstellung „Zeitgenössische Keramik aus der Deutschen Demokratischen Republik“ im Keramion in Frechen

1991
Erste Einzelausstellung in der Bundesrepublik „Hedwig Bollhagen. Unikat und Serie“ in der Muffendorfer Keramikgalerie in Bonn

1992
Ausstellung „Altweibersommer. Hedwig Bollhagen - Keramik / Henny Jaensch-Zeymer - Weberei“ in der Galerie Zopf in Rheinsberg

1992/93
Ausstellung „Märkische Ton-Kunst. Berlin und Brandenburg. Keramik der 20er und 30er Jahre“ im Deutschen Historischen Museum Berlin; Ausstellung „Hedwig Bollhagen. Zum 85. Geburtstag“ im Kunstgewerbemuseum / Schloss Köpenick in Berlin

1994
Ausstellung „Berlin ehrt Hedwig Bollhagen“ zum 60-jährigen Bestehen der HB-Werkstätten im Martin-Gropius-Bau

1996
Ausstellung „Hedwig Bollhagen - Unikate“ in der Galerie Theis in Berlin; Ausstellung „Hedwig Bollhagen - Keramik. Gebrauchsgeschirr im Spiegel des Bauhauses“ im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm; Ausstellung „Hedwig Bollhagen - Altmeisterin der Keramik“ im Kunstgewerbemuseum Schloss Pillnitz / Staatliche Kunstsammlungen Dresden

1997/98
Ausstellung „Vollendung des Einfachen“ im Ofen- und Keramikmuseum in Velten

 


(Aus „Hedwig Bollhagen. Ein Leben für die Keramik“, Hrsg. Gudrun Gorka-Reimus, Bonn: Monumente-Publ. der Dt. Stiftung Denkmalschutz, 2007 und „Keramik zum Gebrauch - Hedwig Bollhagen und die HB-Werkstätten für Keramik“, Andreas Heger, Weimar: VDG, 2005)

Zusammenstellung C. Weidner, Stand 2009



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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